Schwarzwälder bote
22. Mai 2025

Verweilen, staunen und genießen
Traumhafte Anlagen im Schwarzwald: Die Geschichte der Gärten reicht weit in die Vergangenheit. Neben den ursprünglichen Nutzgärten zum Anbau von Gemüse, Früchten und Kräutern traten im Laufe der Zeit auch Zier- und Lustgärten, die noch heute der Erholung und Sinnesfreude dienen.
20 000 Rosenstöcke in Nöggenschwiel
Nöggenschwiel ist das südlichste und mit 720 Metern über Normalnull höchstgelegene „Rosendorf“ Deutschlands. Im Ort blühen im Sommer mehr als 20 000 Rosenstöcke. Ein Muss für jeden Rosenliebhaber ist der „Rosen-Duft-Garten“ am Kirchplatz: Mehr als 440 Rosen verschiedenster Sorten sind dort angepflanzt. Diese Duftrosen bestehen hauptsächlich aus alten, englischen Rosensorten. Sie sind sehr empfindlich, daher ist es eine große Herausforderung, die „edlen Damen“ in der Höhenlage des südlichen Schwarzwalds zum Erblühen zu bringen. Im „Schwarzwald-Rosen-Sortimentsgarten“ gedeihen auch Besonderheiten wie die schwarze Rose „Nigrette“ oder eine grüne Rose, deren kleine Blüten würzig duften. Ein Höhepunkt sind die „Nöggenschwieler Rosentage“ vom 12. bis 14. Juli: Sie punkten mit Rosenmarkt, Festumzug sowie Krönung der „Rosenkönigin“. Wer von Rosen nicht genug bekommen kann, sollte den 33 Kilometer langen „Rosenwanderweg“ laufen. Mehr Infos unter:
www.rosendorf.de
Cottage Garden trifft auf Bauerngarten
Die vielen Hofbrennereien haben dem „Dorfurlaub“-Ort Nordrach den Beinamen „Obstbrennerdorf“ beschert. Der Luftkurort hat neben einer abwechslungsreichen Wander-Landschaft aber auch weitere Besonderheiten zu bieten – eine davon ist „The Moosbach Garden“ auf 600 Metern Höhe. Vor dem Schwarzwaldhaus, in dem Gäste auch residieren und dinieren können, liegt ein schöner Garten. In ihm vereinen sich die romantische Eleganz eines englischen Cottage Garden mit der charmanten Ursprünglichkeit eines Schwarzwälder Bauerngartens. Auf den steilen Hanglagen, eingebettet in die Schwarzwald-Natur, erwartet Besucher eine beeindruckende Vielfalt an Stauden, Sträuchern, Bäumen und mehr als 700 prächtigen englischen Duftrosen des renommierten Züchters David Austin. Die Besitzer Andrew (aus dem englischen Yorkshire) und der Schwarzwälder Thomas (der zwölf Jahre in UK gelebt hat) geben bei exklusiven Gartentouren ihr Wissen, ihre Ideen und Erfahrungen weiter.
Infos unter: www.moosbach.garden The Moosbach-Garden in Nordrach
Japan inmitten des Kurparks
Bad Krozingen unterhält eine Städtefreundschaft mit der japanischen Stadt Taketa, die örtliche „Vita Classica Therme“ eine Thermenfreundschaft mit der Gozenyu Therme in Taketa/ Naoiri. Neben Japanischem Bad und Japanischem Ruhehaus in der Therme kommt nun noch ganz aktuell ein neuer Japanischer Garten inmitten des Kurparks dazu: Der japanische Gärtnermeister Kazuyuki Sato war dafür mehrfach vor Ort und ließ sich von den Landschaften rund um Taketa und Naoiri inspirieren.
So können sich Besucher seit der Eröffnung, die Mitte Mai stattfand, mit der japanischen Philosophie befassen und sich an schönen Pflanzen erfreuen, etwa Bonsai-Kiefer, japanische Zierkirsche, Zaubernuss, Kornellkirsche, Zeder und Zimtahorn. Weitere Informationen dazu gibt es unter:
www.bad-krozingen.info
Open-Air-Bibliothek der Pflanzenheilkunde
Der Apothekergarten im weitläufigen Kurpark von Bad Liebenzell lädt dazu ein, die Heilkraft der Natur zu entdecken: Er ist eine Art „Open-Air-Bibliothek“ der Pflanzenheilkunde. Ein markanter, asiatisch anmutender Torbogen in Form eines „Apotheken-A“ symbolisiert den historischen Ursprung der Pflanzenheilkunde. Die 160 Heil- und Arzneipflanzen verbinden traditionelles Wissen und moderne Pharmazie. Die Beete sind nach Anwendungsgebieten gegliedert, von Beruhigung und Schlaf über Hauterkrankungen bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden. Ein Areal widmet sich Gewürzkräutern sowie Pflanzen aus der Homöopathie und anthroposophischen Medizin. Blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht der Duft- und Tastgarten ein Sinneserlebnis, Schilder mit Blindenschrift helfen bei der Orientierung. Der Garten ist ganzjährig frei zugänglich. Von Mai bis September gibt es Führungen. Infos unter: www.tourismus-badliebenzell.de red/zeg
